Drucktechnik

Da mit Infos zu Drucktechniken nicht nur die Leute etwas anfangen können, die sich hier her verirren, übertrage ich die allgemeinen Inhalte von hier auf die deutschsprachige Wikipedia – hier sollen dann nur noch die für unsere KundInnen unmittelbar interessanten Infos zu finden sein. Der Wikipedia-Eintrag ist mittlerweile schon recht übersichtlich: Flex- bzw. Flockfolien-Transferdruckverfahren.

Vektorgrafiken

Die zu druckenden Motive müssen uns als Vektorgrafiken vorliegen. Die weitaus häufigeren Pixelgrafiken basieren auf einem Pixelraster, in dem jedem Bildpunkt ein Farbwert zugeordnet ist – das kann man leicht sichtbar machen, indem man eine solche Grafik stark vergrößert; die einzelnen Bildpunkte werden als solche erkennbar.

Vektorgrafiken stellen eine andere Form von Bildbeschreibung dar: alle Objekte, aus denen das Bild aufgebaut ist – wie Linien, Kreise, Polygone oder allgemeine Kurven -, sind exakt definiert. Vektorgrafiken können daher ohne jeglichen Qualitätsverlust praktisch unendlich vergrößert werden.

Aus rein technischen Gründen können wir unmöglich Vektorgrafiken mit Farbverläufen drucken, weil wir die Motive aus einfärbigen Folien schneiden (siehe Plotten). Für mehrfarbige Motive muss jeder Arbeitsschritt – Plotten, Entgittern und Pressen – jeweils pro Farbe durchgeführt werden.

Plotten

Mit Hilfe eines Schneideplotters werden in Flex- bzw. Flockfolien die Konturen des Motivs geschnitten. Plotter werden auch als Kurvenschreiber bezeichnet; sie zeichnen unmittelbar die in Vektorgrafiken definierten Kurven – die Motive werden also nicht vorher gerastert (in Pixelgrafiken umgewandelt). Bei einem Schneideplotter wird statt einem Stift ein Messer verwendet, mit dem die Konturen geschnitten werden.

Flex- und Flockfolien bestehen aus drei Schichten: einer (transparenten) Trägerfolie, der Farbschicht und einer Deckschicht mit Kleber, der bei Raumtemperatur trocken ist und erst (durch Hitze) aktiviert werden muss. Mit dem Schneideplotter werden die in der Vektorgrafik definierten Konturen so geschnitten, dass die Trägerfolie unbeschädigt bleibt – geschnitten wird also nur die Farbpigment- und die Deckschicht mit dem Kleber.

Entgittern

Nach dem Plotten werden dann jene Teile der Farbpigment- sowie der Deckschicht mit dem Kleber entfernt, die nicht auf dem T-Shirt landen sollen (dieser Vorgang wird Entgittern genannt) – übrig bleibt das Motiv auf der (transparenten) Trägerfolie. Dieser Arbeitsschritt ist eindeutig der zeitaufwändigste im ganzen Prozess; das Entgittern wird für jedes T-Shirt einzeln und immer manuell gemacht. Je komplexer das Motiv, desto länger dauert das natürlich.

Pressen

Als letzter Schritt wird die Folie mit dem Motiv auf dem T-Shirt platziert und mit Hilfe einer Thermotransferpresse – durch die Hitze (zirka 170 °C, ungefähr 20 Sekunden lang) wird der Kleber aktiviert – auf den Stoff übertragen. Sobald das T-Shirt mit der Folie abgekühlt ist, kann man die Trägerfolie abziehen; die Farbschicht und damit das Motiv bleibt auf dem Stoff.

Letzte Seiten Aktualisierung am: 11. April 2012


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